Schloß und Herrschaft Rohrbach

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Das Schloß Rohrbach, seit dem 17. Jahrhundert auch St. Josef genannt, liegt an der alten Straßenverbindung zwischen dem Kainach- und Stainztal. Aus historischen Karten geht hervor, daß dieser Verkehrsweg von Graz kommend über Lannach und Blumegg in das Teipltal von Rohrbach-St. Josef, weiter durch den Weindlgraben und über Fuggaberg Richtung Süden nach Grafendorf und Ettendorf und in weiterer Folge nach Stainz führte. Die uns heute altgewohnt scheinende Straße entlang des Teiplbachs, von der ausgebauten Straße Lannach-Stainz abzweigend, wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts (1889) gebaut.
Die wehrtechnische Bedeutung Rohrbachs auf dem vom sumpfigen Teipltal nach Norden ansteigenden Höhenrücken ist nicht besonders groß; das Schloß entspricht vielmehr dem Typus des spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Herrensitzes. Interesse weckt aber der nördlich und im Vergleich zum Schloß höher gelegene Bereich der heutigen Pfarrkirche. Die dortigen Grundstücke sind spätestens seit dem 17. Jahrhundert als "Taboräcker" bekannt. Die Äcker waren einst Dominikalgrund der Herrschaft Rohrbach gewesen und wohl erst im 17. Jahrhundert als "Hofäcker am Tabor" an die Keuschler vlg. Murbauer und vlg. Harlschuster ausgegeben worden. Zwischen beiden Anwesen stand bis 1967 auch das Taborkreuz, eine kleine Kapelle, möglicherweise als Erinnerung an einen die günstige Lage nützenden Wehrbau.

Weitere Kapitel über „Schloß und Herrschaft Rohrbach“:
Ein Tabor in St. Josef?
Die Herren auf Rohrbach
Das Schloß und seine Wirtschaftsgebäude
Umfang und Rechte der Herrschaft
Die Pflichten und Leistungen der bäuerlichen Untertanen

Dieser Geschichtsband kann im Gemeindeamt St. Josef (Weststeiermark) käuflich erworben werden.

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